Inhaltsverzeichnis der Ausgabe Nr. 12, Dezember 2010

Zu dieser Ausgabe

Schwerpunkt: Verlage und Literaturkritik im Internet

Die Verlage und das Web 2.0

Sie wollen nicht nur spielen
Marketinginstrument, Informationsmedium, oft genug aber auch Spielwiese der Ratlosigkeit: Die Verlage haben das Internet für sich entdeckt
Von Fridtjof Küchemann

Zwischen Überfluss und Understatement
Bei allem, was auf den Websites von Verlagen multimedial gemacht wird, droht eines in den Hintergrund zu geraten: das Buch
Von Franziska Finkenstein und Johanna Milde

Vorsicht beim Betreten der Baustelle
Eigene Websites für einzelne Bücher haben ihren Sinn. Und ihre Tücken
Von Kerstin Burda und Ann-Christine Reeh

Diamanten oder Strass
Websites von Autoren haben ihren Reiz. Besonders, wenn sie auch wirklich von Autoren kommen
Von Victoria Müller und Katharina Bruch

Nur eine bessere Art von Werbung
Zu einigen Kinder- und Jugendbuchreihen finden sich eigene Websites im Netz. Was sagen die Marketingexperten der Verlage dazu? Und was die Kinder?
Von Katharina Simonyi und Nora Janine Strupp

Verlagswerbung 2.0
Die ersten Verlage haben Social Media für sich entdeckt. Aller Anfang ist schwer, aber es ist ein Anfang
Von Deborah Bischofberger und Anne-Carin Burgard

Literaturkritik im Internet

Literaturkritik in Zeiten des Internets
Thesen zu ihrer Verteidigung und einige Bedenken
Von Thomas Anz

Geschmackssache
Selbstprofilierung im Internet durch Literaturkritik
Von Simone Schwalm

Das leise Donnern im Kanon
Beseitigt Literaturkritik im Internet Bildungsbarrieren bei der Lektüre von „Klassikern“ der Literaturgeschichte?
Von Matti Traußneck

HInweise

Digitale Literaturvermittlung – Ein von Renate Giacomuzzi, Stefan Neuhaus und Christiane Zintzen herausgegebener Band sammelt praktische, wissenschaftliche und archivarische Erfahrungen

Glosse

Die Närrin und der Präsident
Charlotte Roche versucht sich als Judit
Von Dirk Kaesler

Zum Tod von Walter Müller-Seidel

Zum Tod von Walter Müller-Seidel – Aus dem Archiv von literaturkritik.de

Biografisches und Autobiografisches

Zeugnis ablegen vom „letzten Gleis“
Zu Claude Lanzmanns Autobiografie „Der patagonische Hase“
Von Klaus Theweleit

Wenn die Erinnerung kommt
„Der Kitsch ist die Lüge, die Kunst ist die Wahrheit“: Zum autobiografischen Schreiben Saul Friedländers, Ruth Klügers und Jean Amérys
Von Jan Süselbeck

Anderschs Leben und Werk als Gegenstand der Philologie
Ein Bericht über die Frankfurter Tagung „Alfred Andersch ‚revisited‘. Die Sebald-Debatte und ihre Folgen“
Von Hans-Joachim Hahn

Anwalt von sechs Millionen Klienten
Tom Segev hat das ungewöhnliche Leben des Simon Wiesenthal aufgeschrieben
Von Klaus-Jürgen Bremm

Familiengeschichte mit Brüchen
Zu zwei Moltke-Biografien von Olaf Jessen und Jochen Thies
Von Klaus-Jürgen Bremm

Kein Mensch mehr – aber anständig geblieben
Über Luis Raffeiners „Erinnerungen eines Wehrmachtssoldaten an die Ostfront“
Von Wigbert Benz

Deutschsprachige Literatur

Amor fati
Das lyrische Gesamtwerk von Gertrud Kantorowicz verweist auf eine universale deutsche Bildungswelt – jetzt liegt es in einer mustergültigen Edition vor
Von Bastian Schlüter

Wörterlust
Günter Grass’ „Liebeserklärung“ an die Brüder Grimm und an die deutsche Sprache
Von Herbert Fuchs

„Denn wie die Geschichte bloß dramatisieren?“
Peter Handke zeigt es eindrucksvoll in seiner dramatischen Erzählung „Immer noch Sturm“
Von Evgenij Unker

Über die Enzensberger’sche Konstante hinaus
Hans Magnus Enzensbergers gesammelte Essays über Literatur sind unter dem Titel „Scharmützel und Scholien“ erschienen
Von Nikolas Immer

Erzählen konnte sie das niemandem
Walter Kappacher seziert in „Rosina“ die Arbeitswelt der 1970er-Jahre und liefert ein Bravourstück subtiler Introspektion
Von Julia Ilgner

Mit Herta Müller durch die „Hölle der Lebenden“
Zur Neuauflage des Romans „Reisende auf einem Bein“
Von Natalia Shchyhlevska

Wurf ins Ungewisse
Der Roman des Exils überhaupt: Hans Sahls „Die Wenigen und die Vielen“ in einer Neuausgabe
Von Oliver Pfohlmann

„Du bist ganz allein dafür verantwortlich, was du tust“
Annette Mingels Roman „Tontauben“ stellt die Frage nach dem Wesen der Schuld
Von Thorsten Schulte

Schatten der Vergangenheit
Michael Ebmeyer beweist mit seinem Familienroman „Landungen“ viel Feingefühl
Von Anabell Schuchhardt

Von Leichen, Comics, Nachrichten und dem restlichen Wahnsinn
Über Lucy Frickes zweiten Roman „Ich habe Freunde mitgebracht“
Von Martin Gaiser

Bleibt alles anders
In Rolf Dobellis Roman „Massimo Marini“ trügt der Schein
Von Kathrin Schlimme

Ich radiere mich aus, ich zeichne mich neu
Nina Jäckles lyrischer Roman „Sevilla“ erzeugt ein sprachgewaltiges Spektrum eines radikalen Neuanfangs
Von Oliver Dietrich

Menschen hinter Glas
Nicol Ljubic erzählt in seinem Roman „Meeresstille“ von der Unmöglichkeit einer Liebe im Schatten der jüngsten europäischen Geschichte
Von Monika Stranakova

Die Flucht in eine fremde Welt
Christoph Peters blickt in „Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung“ mit Humor und Kritik auf ferne Kulturen
Von Gunter Irmler

Schönes Buch zum industriellen Heerlager
Heinrich Hausers grandiose Ruhrgebietsreportage „Schwarzes Revier“ ist in einer bibliophilen Neuausgabe erschienen
Von Walter Delabar

Echterdingen war überall
Der Protagonist in Jörg Harlan Rohleders Roman „Lokalhelden“ wühlt im spätpubertären „sozialen Müll“ seiner Jugend in der schwäbischen Provinz der 1990er-Jahre
Von Jule D. Körber

Neunzehn verweht
In den Schuhen von Betti Lauban: Erdmöbel-Sänger Markus Berges gibt sein Romandebüt
Von Stefan Höppner

Die Welt auf Abstand?
Über Isabelle Stamms Roman „Schonzeit“
Von Kathrin Schlimme

Eine Poetik der Hoffnung
Zu Dorothee Elmigers „Einladung an die Waghalsigen“
Von Thomas Neumann

Liebesleben im Rhythmus einer Wiener Kurzparkzone
Sabine M. Grubers „Kurzparkzone“ ist eine unterhaltsame Erzählungssammlung für Frauen
Von Thorsten Schulte

Das Leben eines Billigarbeiters
Der Akademiker Frank Hertel taucht aus Geldnot für ein Jahr in die Welt der Billigfabrikarbeiter ein – und zieht in „Knochenarbeit. Ein Frontbericht aus der Wohlstandsgesellschaft“ seine sehr eigenen Schlüsse aus dieser Erfahrung
Von Jule D. Körber

Gottes syntaktischer Nahkampf
Thedel von Wallmodens „Seiltanz“ für den Lektor Thorsten Ahrend ist weit mehr als eine Hommage
Von Dorothée Leidig

Briefmarken auf den Zungen Ermordeter
Heinrich Steinfests Roman „Batmans Schönheit“ als Hörbuch
Von Martin Gaiser

Aphoristische Feinmechanik
Andreas Steffens erweist sich als Könner in der ‚kleinen Form‘
Von Tobias Grüterich

„Wenn halt des Luader nemme will“
Sebastian Blaus Mundart-Gedichte sind eine Fundgrube
Von Anton Philipp Knittel

Paul sind die Eltern abhanden gekommen
Peter Härtling erzählt von einem Jungen und dem Haus, in dem er wohnt – und bleibt dabei eher betulich
Von Georg Patzer

Vom Stapel gelassen
Eine „Nachlese“
Von Walter Delabar

Krimis

Komplexität und Ambiguität
Das beginnende 21. Jahrhundert findet im Krimi sein angemessenes Medium. Don Winslows fulminanter Drogenthriller „Tage der Toten“ demonstriert das mustergültig
Von Walter Delabar

Kriminalistisch aufbereitete Verschwörungstheorien im Berlin der 1939er-Jahre
Über Bernward Schneiders Kriminalroman „Spittelmarkt“
Von Thomas Neumann

Kompensationskonstruktion
In Afghanistan, Iran und anderen Krisengebieten sind existenzielle Fehler an der Tagesordnung. Jenny Siler baut daraus einen lesenswerten Thriller
Von Walter Delabar

Subtile Strategien
Jo Nesbøs Thriller „Headhunter“
Von Thomas Neumann

Menschen im Badeanzug
Silvina Ocampo und Adolfo Bioy Casares spielen in ihrem Roman „Der Hass der Liebenden“ mit den Erwartungen des Lesers
Von Georg Patzer

Fremdsprachige Literatur

Das eigene kleine Leben
Jonathan Franzens neuer Roman dekliniert den Begriff der Freiheit augenzwinkernd durch
Von Ulrike Schuff

Nach bewährtem Rezept
Isabel Allendes Roman „Die Insel unter dem Meer“ präsentiert Sex and Crime im historischen Gewand
Von Ines Schubert

Der interessanteste Ort der Welt
Wiederentdeckt: Michel Georges-Michels Roman „Die von Montparnasse“ über den Maler Amedeo Modigliani
Von Oliver Pfohlmann

Vorne und hinten verkehrt
Ralph Dutli hat altfranzösische Fatrasien ins Deutsche übersetzt und so eine kleine Kostbarkeit wieder entdeckt
Von Beat Mazenauer

Von gutem Ruf und schlechtem Umgang
Tanguy Viels sarkastisch-kunstvoller Familienkriminalroman „Paris – Brest“
Von Martin Gaiser

Katalanisches Rebellentum
Der Band „Rebellisches Barcelona“ erinnert an die widerständigen Traditionen Kataloniens, zu der in eigener Weise auch „Das graue Heft“ von Josep Pla gehört
Von H.-Georg Lützenkirchen

Rote Kindheit
Said Sayrafiezadeh schreibt kurzweilig und ohne Tiefgang von seiner Kindheit als jüngster Spross einer revolutionären Familie
Von Oliver Dietrich

Und es zieht und zieht und zieht sich…
Über Steve Toltz’ Roman „Vatermord und andere Familienvergnügen“
Von Nadine Ihle

Die verlorene Unschuld
Richard Powers lässt sein Genom entschlüsseln und berichtet in „Das Buch Ich #9“ über diese Erfahrung
Von Beat Mazenauer

Im Westen was Neues
Tom McNab schildert in „Finish“ den Wilden Westen aus einer erfrischend unverbrauchten Sicht und liefert mit „Trans-Amerika“ ein als Hommage an den Sport verpacktes Zeitbild der großen Depression in den 1930er-Jahren
Von Peter Müller

Unseliger Wandertrieb
Zu Joshua Ferris’ Roman „Ins Freie“
Von Monika Grosche

Ein Bild wie ein Tagebuch
Pedro Mairal erzählt in seinem Roman „Das fehlende Jahr des Juan Salvatierra“ vom Zauber der Kunst
Von Georg Patzer

Die Stimme der Toten
Über Dacia Marainis „Der Zug in die jüngste Nacht“
Von Christina Lange

Literaturwissenschaft

Global lesen, lokal schreiben
Mit dem Sammelband „Arno Schmidt global“ liegt der erste große Überblick zur weltweiten Arno Schmidt-Rezeption vor
Von Stefan Höppner

Rebellierende Männer in Korsetts
Imke Meyer untersucht in „Männlichkeit und Melodrama“ Arthur Schnitzlers erzählende Schriften
Von Rolf Löchel

Vielseitiges Grauen
Laurie Ruth Johnson erzählt in „Aesthetic Anxiety“ eine Kulturgeschichte des Unheimlichen
Von Jutta Ladwig

Die Lara Crofts der Spätaufklärung
Mareen van Marwycks Studie „Gewalt und Anmut“ untersucht den weiblichen Heroismus in der Literatur und Ästhetik um 1800
Von Rolf Löchel

Spieglein, Spieglein dort im Land…
Guy Deutschers (zweite) Reise durch die Sprachen
Von Clarissa Höschel

Deutschstunde
Wolfgang Krischke erzählt die Geschichte der deutschen Sprache
Von Josef Bordat

Linguistisches Kaleidoskop
Thomas Steinfeld hat einen „Sprachverführer“ verfasst
Von Clarissa Höschel

Bleisatzfuß und leichte Feder
Die neuen Stilkritiken sind die alten
Von Fabian Kettner

Europaliteratur als geistiges Spielfeld
Anne Kraume untersucht den literarischen Europadiskurs zwischen Pontigny und Pertisau
Von Hans-Joachim Hahn

Kompetente Orientierung
Hubert Zapf hat ein fundiertes Nachschlagewerk über die amerikanische Literaturgeschichte herausgegeben
Von Manfred Orlick

Solange Dir, mein Freund, im Sinn liegt Ort und Zeit…
Mit dem Metzler-Handbuch „Raum“ ist Stephan Günzel ein fundiertes Überblickswerk gelungen, das Systematik und Orientierung bei gleichzeitiger Perspektivenvielfalt bietet
Von Julia Ilgner

Im Land des Schimmelreiters
Gerd Eversberg zeichnet die Entstehungsgeschichte von Hauke Haiens Schicksal nach
Von Jutta Ladwig

Leider unbrauchbar
Peter Brauns Literaturgeschichte nach 1945 für Jugendliche
Von Georg Patzer

Seriöse Grundlageninformation
Auch die zweite Auflage der „Dramen- und Theaterdidaktik“ für den Deutschunterricht und die außerschulische Theaterarbeit bietet eine profunde Einführung ins dramatische Denken, Handeln und Entscheiden
Von Torsten Mergen

„Wissenschaftspropädeutisches Schwellendatum“ oder „kompetenzorientiertes Initiationsritual“
Die „Abiturprüfung“ aus der Perspektive der Deutschdidaktik
Von Torsten Mergen

Als man noch ein Fräulein war
Alice Schwarzer bringt Journalistik-Studierenden mehr als nur das Handwerk ihrer Gilde bei
Von Rolf Löchel

Von Mitarbeitern

Andrea Geier und Jochen Strobel haben einen Band mit Modellanalysen zu 30 kanonischen Gedichten herausgegeben

Adel als kulturelles Konzept – Jochen Strobel hat eine „Kulturpoetik des Adels in der Romantik“ geschrieben

Crisis? What Crisis? – Friedhelm Rathjens Handreichungen und Fußnoten zur Weltliteratur

Blick auf eine „Schnittmengendisziplin“ – Stefan Schweizer schreibt über die „Anthropologie der Romantik“

Kultur- und Medienwissenschaft

Einfach mal abschalten
Nicholas Carr geht in „Wer bin ich, wenn ich online bin… und was macht mein Gehirn solange?“ der Frage nach, wie unser täglicher Internetgebrauch unser Denken verändert
Von Jutta Ladwig

To be continued…
Ein Sammelband analysiert die „Ästhetik der Zeitlichkeit neuerer TV-Serien“
Von Florian Reinacher

Ein Widerständiger gibt keine Ruhe
Das filmische Werk des Autors und Regisseurs Thomas Brasch ist sehr gut dokumentiert und zusammen mit zahlreichen Interviews auf DVD erschienen
Von Karen Rauh

Die Sterne explodieren
Eine Ausstellung im Cincinetti Art Museum und ein umfassender Katalog dokumentieren den Durchbruch der Colorfotografie in den 1970er-Jahren – in den USA, wo sonst
Von Walter Delabar

Das Chamäleon Ehre
Winfried Speitkamp untersucht in seiner „Geschichte der Ehre“ den Ehrbegriff im Wandel der Zeit – und was er über unsere Gesellschaft verrät
Von Jutta Ladwig

Ungeheuerliche Schönheit und lasterhafte Süße
Sabine Coelsch-Foisners und Michaela Schwarzbauers Tagungsband zum Thema „Leidenschaft und Laster“
Von Irina Hron-Öberg

Stoffreiches Kompendium
Über Hans Ulrich Recks „Traum Enyzklopädie“
Von Waldemar Fromm

Lesen und lesen lassen
Von der die Plastizität der Neuronen und der Vergänglichkeit der Datenträger: Stanislas Dehaene, Umberto Eco und Jean C. Carriere preisen das Lesen und die Bücher als größte Errungenschaften der Menschheit
Von Stefana Sabin

Exposition des Unverfügbaren
Petra Lutz und Klaus Vogel geben für das Deutsche Hygiene-Museum Dresden den Begleitband zur Ausstellung „Kraftwerk Religion“ heraus
Von Franz Siepe

Kein Ende der Aufklärung
Peter Janich korrigiert in „Der Mensch und andere Tiere“ das „zweideutige Erbe Darwins“
Von Walter Wagner

Das Gedächtnis der Städte
Moritz Csáky stellt das homogenisierende nationale Narrativ in Frage, indem er die Dichte der kulturellen Verflechtungen in den urbanen Milieus Zentraleuropas rekonstruiert
Von Kornelia Konczal

Von der DDR zur Lesbian Nation
Ulla Wischermann, Susanne Rauscher und Ute Gerhard legen den zweiten Band mit Quellentexten von Klassikerinnen feministischer Theorie vor
Von Rolf Löchel

Von Mitarbeitern

Neue Väterlichkeit durch Mutterdenunziation – Andrea Geier und Ursula Kocher haben einen Sammelband zur Geschichte und Funktion misogyner Rede herausgegeben

Politik und Geschichte

Der Vilna-Faktor
Anna Lipphardt hat die translokale Erinnerung der Juden von Vilnius nach dem Holocaust beispielhaft untersucht
Von Fabian Kettner

Eine erneute Demontage der deutschen Wehrmacht
Auch der so genannte Westfeldzug gegen Frankreich war kein „sauberer Krieg“, wie Raffael Scheck in seiner Studie „Hitlers afrikanische Opfer“ zu zeigen weiß
Von Klaus-Jürgen Bremm

Die Problematik des Unvorstellbaren
Ahlrich Meyers neue Studie befasst sich mit dem „Wissen um Auschwitz“
Von Philipp Weber

Dienstalltag als Gewaltausübung
Elissa Mailänder Koslov analysiert in ihrem Buch die „Gewalt im Dienstalltag“ am Beispiel der „SS-Aufseherinnen des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek“
Von H.-Georg Lützenkirchen

Wohnen mit Büchern
Christian Adam stellt in seiner Studie „Lesen unter Hitler“ Bestseller des ‚Dritten Reiches‘ vor
Von Joachim Linder

Mentale Mobilisation
Gerd Krumeichs Band zeigt, wie der Nationalsozialismus den Ersten Weltkrieg interpretierte, um noch einmal die alten Schlachten auszufechten
Von Klaus-Jürgen Bremm

Der Krieg der Psychiatrie
Im Wesentlichen nichts Neues im Sammelband von Babette Quinkert, Philipp Rauh und Ulrike Winkler?
Von Sarah Mohi-von Känel

„Wisst ihr’s noch, wie wir brennend und sengend durch das blühende Land zogen?“
Thomas Morlangs Studie „Rebellion in der Südsee“ beschreibt die Geschichte einer unterdrückten Revolution am fernen Rande deutscher Kolonialherrlichkeit
Von Klaus-Jürgen Bremm

Kriegswaffen
Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn unterstützen mit ihrem Buch „Die Hälfte des Himmels“ Frauen, die weltweit für ihre Zukunft kämpfen
Von Rolf Löchel

Nun sag, wie hast du’s mit der Ökonomie?
Zwei Einführungen zu wirtschaftstheoretischen Klassikern laden zur Grundlagenreflexion ein
Von Manuel Bauer

Wer (nicht) arbeitet, muss fühlen
„Arm durch Arbeit“: Markus Breitscheidels Bericht über die Abzocke im Niedriglohnsektor
Von Esther Menhard

Faszinierende Fundgrube
Elke Stein-Hölkeskamp und Karl-Joachim Hölkeskamp über „Erinnerungsorte der Antike“
Von Ursula Homann

Was bedeutet die antike Götterwelt für uns?
Ulrike Rüpke und Jörg Rüpke stellen „Die 101 wichtigsten Fragen“ und geben verblüffende Antworten
Von Ursula Homann

Philosophie und Soziologie

Orientierungshilfe
Joachim Bark und Hans-Christoph Graf von Nayhauss stellen eine „deutsche Kulturepoche“ vor
Von Josef Bordat

Vom Überleben des Schönen im Alltag
Konrad Paul Liessmann erkundet in seiner Studie „Das Universum der Dinge“ die Ästhetik der modernen Lebenswelt
Von Willi Huntemann

Vom Sterben als Geborenwerden
In seinem „Büchlein vom Leben nach dem Tode“ setzt sich Gustav Theodor Fechner mit der Idee der Unsterblichkeit auseinander
Von Behrang Samsami

Philosophie der Erlösung
Anke Drygala und Andrea Günter haben ein philosophisches Lesebuch zum Paradigma Geschlechterdifferenz herausgegeben
Von Rolf Löchel