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Online-Lexikon Literaturwissenschaft

Begriffe - Autoren - Werke


Das Lexikon zur Literaturwissenschaft ist auf der Basis einer an der Universität München und an der Universität Marburg vorgenommen Aufstellung literaturwissenschaftlicher Grundbegriffe entstanden, wird fortlaufend erweitert und mit Einträgen zu Autoren und Werken ergänzt. Zum Stellenwert der Begriffe im Gesamtzusammenhang der Literaturwissenschaft gibt das dreibändige Handbuch Literaturwissenschaft (in diesem Lexikon bei Verweisen darauf mit "Handbuch Literaturwissenschaft" + Bandangabe abgekürzt) umfassende Auskunft.
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Lexikon Literaturwissenschaft : Epochenbegriffe

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Expressionismus
Als kulturrevolutionäre Jugendbewegung, die von gravierenden, vielfach in patriarchatskritische und auch religiöse Dimensionen ausgeweiteten Vater-Sohn-Konflikten (Franz Kafka, Franz Werfel, Walter Hasenclever, Leonhard Frank) geprägt ist, war der Expressionsimus zwischen 1910 und 1920, in wechselseitiger Verbundenheit mit anderen Künsten und z. T. getragen von "Doppelbegabungen" wie Ernst Barlach, Oskar Kokoschka, Wassily Kandinsky oder Herwarth Walden, eine innovative Subkultur betont unbürgerlicher Außenseiter.
In Opposition zum rezeptiven Ästhetizismus des Impressionsimus übertrug Kurt Hiller 1911 den Begriff Expressionismus von der Malerei...

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Neue Subjektivität
Sammelbegriff zur Kennzeichnung dominanter literarischer Merkmale in der deutschsprachigen Literatur der 1970er Jahre.

In den frühen siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ging als Signal kollektiver Umorientierungen das Schlagwort von der "Tendenzwende" um. Mit Peter Schneiders Erzählung Lenz und Karin Strucks tagebuchartigen Aufzeichnungen Klassenliebe erschienen 1973 zwei literarische Texte, die als besonders charakteristisch für jene Veränderungen in der westdeutschen Literatur galten, die von der Kritik bald mit dem Etikett "Neue Subjektivität" versehen wurden. In den siebziger Jahren artikulierte diese sich als Unbehagen an...

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Postmoderne
"The Case for Post-Modernism" lautete der Titel eines Vortrags, den der amerikanische Literaturkritiker Leslie Fiedler 1968 in Freiburg hielt. Die Zeitung "Christ und Welt" publizierte ihn und eröffnete damit eine sich über Monate erstreckende Diskussion.

Fiedlers Aufwertung der populären Kultur gegenüber den hermetischen, in hohem Maße interpretationsbedürftigen Kunstanstrengungen der literarischen Moderne und sein Appell, "die Kluft zwischen Bildungselite und der Kultur der Massen zu schließen", hinterließ 1969 unübersehbare Spuren in Rolf Dieter Brinkmanns Acid-Anthologie der "neuen amerikanischen Szene".

In den USA hatte sich seit den fünfziger Jahren...

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