Suche  

Online-Lexikon Literaturwissenschaft

Begriffe - Autoren - Werke


Das Lexikon zur Literaturwissenschaft ist auf der Basis einer an der Universität München und an der Universität Marburg vorgenommen Aufstellung literaturwissenschaftlicher Grundbegriffe entstanden, wird fortlaufend erweitert und mit Einträgen zu Autoren und Werken ergänzt. Zum Stellenwert der Begriffe im Gesamtzusammenhang der Literaturwissenschaft gibt das dreibändige Handbuch Literaturwissenschaft (in diesem Lexikon bei Verweisen darauf mit "Handbuch Literaturwissenschaft" + Bandangabe abgekürzt) umfassende Auskunft.
Das Lexikon ist in einigen Bestandteilen nur Online-Abonnenten von literaturkritik.de zugänglich. Die Kommentierung der Beiträge ist allen Benutzern möglich. Die Mitarbeit ausgewiesener Kennerinnen und Kenner an der Verbesserung bestehender und der Erstellung neuer Lexikonbeiträge oder der redaktionellen Betreuung ganzer Themenbereiche ist willkommen.
Oliver Pfohlmanns Lexikon zur Literaturkritik wird von dem Autor alleine erstellt. Kommentare zu den Einträgen sind jedoch möglich und willkommen.

Lexikon Literaturwissenschaft : Werke

Unterkategorie
 
ALL | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
1-2-3-4-5    nächste Seite
Albers, Sophie
Sophie Albers, geboren 1970 in Hamburg, hat Film, Geschichte und Literatur studiert und danach als Journalistin bei verschiedenen Magazinen gearbeitet. Seit 2008 ist sie Kultur-Redakteurin bei stern.de. Sie lebt in Berlin. „Wunderland“ ist ihr erster Roman.

Angaben nach Knaus Verlag, September 2011

Artikel über Albers in literaturkritik.de:

...

0 kommentare | weiterlesen
 
Claudius, Matthias: Abendlied (Text)
Matthias Claudius

Abendlied


Der Mond ist aufgegangen
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?-
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder,
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste,
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß uns dein Heil schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden,
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott! mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen!
Und unsern kranken Nachbar auch!

Anmerkung: Text übernommen aus der kommentierten Online-Bibliothek kanonischer Texte im Verlag LiteraturWissenschaft.de
...

0 kommentare | weiterlesen
 
Dane, Gesa
Gesa Dane ist am Seminar für Deutsche Philologie in Göttingen tätig.

Angaben nach Wallstein Verlag, November 2012

Artikel über Dane in literaturkritik.de:

...

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff, Joseph von: Mondnacht

Joseph von Eichendorff

Mondnacht


Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Eichendorff, Joseph von: Mondnacht (Kommentar)
...

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff, Joseph von: Mondnacht (Kommentar)
Text:Eichendorff, Joseph von: Mondnacht
Zum Autor: Eichendorff, Joseph von
Entstanden: um 1835

Erstdruck:...

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff: Taugenichts (Kommentar)
Zum Autor: Eichendorff, Joseph von
Text: Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.1-2) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.3-4)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 5-6) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 7-8) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 9-10)

Kommentar
Entstehung: In der Handschrift zu den ersten beiden Kapiteln, die auf das Jahr 1817 datiert wird, trägt die Erzählung noch den Titel "Der neue Troubadour. Ein Kapitel aus dem Leben eines armen Taugenichts.". Abgeschlossen wurde sie 1822/23.

Erstausgabe und Vorlage für diese Online-Publikation:...

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff: Taugenichts (Text A, Kap. 1-2)
Eichendorff: Taugenichts (Kommentar)
Zum Autor: Eichendorff, Joseph von
Text: Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.3-4)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 5-6) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 7-8) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 9-10)

Joseph von Eichendorff


Der Taugenichts


Novelle



Erstes Kapitel.


Das Rad an meines Vaters Mühle braußte und rauschte schon wieder recht lustig, der Schnee tröpfelte emsig vom Dache, die Sperlinge zwitscherten und tummelten sich dazwischen; ich saß auf der Thürschwelle und wischte mir den Schlaf aus den Augen, mir war so recht wohl in dem warmen Sonnenscheine. Da trat der Vater aus dem Hause; er hatte schon seit Tagesanbruch in der Mühle rumort und die Schlafmütze schief auf dem Kopfe, der sagte zu mir: „Du Taugenichts! da sonnst Du Dich schon wieder und dehnst und reckst Dir die Knochen müde, und läßt mich alle Arbeit allein thun. Ich kann Dich hier nicht länger füttern. Der Frühling ist vor der Thüre, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb Dir selber Dein Brodt.“ – „Nun,“ sagte ich, „wenn ich ein Taugenichts bin, so ist's gut, so will ich in die Welt gehen und mein Glück machen.“...

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 3-4)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.1-2)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 5-6) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 7-8) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 9-10)
Eichendorff: Taugenichts (Kommentar)
Zum Autor: Eichendorff, Joseph von


Drittes Kapitel.


Aber das war nun schlimm! Ich hatte noch gar nicht daran gedacht, daß ich eigentlich den rechten Weg nicht wußte. Auch war rings umher kein Mensch zu sehen in der stillen Morgenstunde, den ich hätte fragen können, und nicht weit von mir theilte sich die Landstraße in viele neue Landstraßen, die gingen weit, weit über die höchsten Berge fort, als führten sie aus der Welt hinaus, so daß mir ordentlich schwindelte, wenn ich recht hinsah....

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 5-6)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.1-2) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.3-4)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 7-8) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 9-10)
Eichendorff: Taugenichts (Kommentar)
Zum Autor: Eichendorff, Joseph von

Fünftes Kapitel.


Wir fuhren nun über Berg und Thal Tag und Nacht immer fort. Ich hatte gar nicht Zeit, mich zu besinnen, denn wo wir hinkamen, standen die Pferde angeschirrt, ich konnte mit den Leuten nicht sprechen, mein Demonstriren half also nichts; oft, wenn ich im Wirthshause eben beim besten Essen war, bließ der Postillon, ich mußte Messer und Gabel wegwerfen und wieder in den Wagen springen, und wußte doch eigentlich gar nicht, wohin und weswegen ich just mit so ausnehmender Geschwindigkeit fortreisen sollte....

0 kommentare | weiterlesen
 
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 7-8)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.1-2) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap.3-4)
Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 5-6) Eichendorff: Taugenichts (Text, Kap. 9-10)
Eichendorff: Taugenichts (Kommentar)
Zum Autor: Eichendorff, Joseph von

Siebentes Kapitel.


Ich war Tag und Nacht eilig fortgegangen, denn es saußte mir lange in den Ohren, als kämen die von dem Berge mit ihrem Rufen, mit Fackeln und langen Messern noch immer hinter mir drein. Unterwegs erfuhr ich, daß ich nur noch ein paar Meilen von Rom wäre. Da erschrack ich ordentlich vor Freude. Denn von dem prächtigen Rom hatte ich schon zu Hause als Kind viele wunderbare Geschichten gehört, und wenn ich dann an SonntagsNachmittagen vor der Mühle im Grase lag und alles ringsum so stille war, da dachte ich mir Rom wie die ziehenden Wolken über mir, mit wundersamen Bergen und Abgründen am blauen Meer, und goldnen Thoren und hohen glänzenden Thürmen, von denen Engel in goldenen Gewändern sangen. –...

0 kommentare | weiterlesen
 
1-2-3-4-5    nächste Seite