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Online-Lexikon Literaturwissenschaft

Begriffe - Autoren - Werke


Das Lexikon zur Literaturwissenschaft ist auf der Basis einer an der Universität München und an der Universität Marburg vorgenommen Aufstellung literaturwissenschaftlicher Grundbegriffe entstanden, wird fortlaufend erweitert und mit Einträgen zu Autoren und Werken ergänzt. Zum Stellenwert der Begriffe im Gesamtzusammenhang der Literaturwissenschaft gibt das dreibändige Handbuch Literaturwissenschaft (in diesem Lexikon bei Verweisen darauf mit "Handbuch Literaturwissenschaft" + Bandangabe abgekürzt) umfassende Auskunft.
Das Lexikon ist in einigen Bestandteilen nur Online-Abonnenten von literaturkritik.de zugänglich. Die Kommentierung der Beiträge ist allen Benutzern möglich. Die Mitarbeit ausgewiesener Kennerinnen und Kenner an der Verbesserung bestehender und der Erstellung neuer Lexikonbeiträge oder der redaktionellen Betreuung ganzer Themenbereiche ist willkommen.
Oliver Pfohlmanns Lexikon zur Literaturkritik wird von dem Autor alleine erstellt. Kommentare zu den Einträgen sind jedoch möglich und willkommen.

Lexikon Literaturwissenschaft : Allgemein

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arbiträr
Strukturalistische Bezeichnung für die durch Konventionen willkürlich festgelegte Relation von Signifikant und Signifikat....

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Argumentation
Zusammenhängende Folge von Aussagen, die als Argumente zur Begründung oder Widerlegung von Behauptungen (Thesen) fungieren. Wer argumentiert, beabsichtigt, andere von der Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit einer Behauptung zu überzeugen. In der Literaturwissenschaft kann Argumentation (a) als Phänomen in literarischen Texten Gegenstandsbereich der Textanalyse sein und ist (b) wie in allen Wissenschaften...

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Autor
Verfasser eines Textes (aus lat. auctor = Gewährsmann, Urheber; von lat. augere = etwas im Wachstum fördern; assoziiert auch mit lat. auctoritas = Gewähr, Glaubwürdigkeit, Vorbild, Ansehen). - In der Literaturwissenschaft vor allem als Bezeichnung für die Person, die einen literarischen Text verfasst hat, zum Teil synoym mit "Schriftsteller" oder "Dichter" verwendet. Der Begriff setzte sich im deutschen Sprachraum im 18. Jahrhundert durch, parallel zu Vorstellungen vom geistigen Eigentum, die Grundlage von Konzepten des Urheberrechts waren.
In der Literaturwissenschaft unterscheidet man u.a. zwischen dem (a) Autor als einer 'realen' Person,...

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Bedeutung
Das durch Zeichen (Signifikanten) Bezeichnete (Signifikate) und bei der Verwendung von Zeichen in einer Kommunikationssituation Gemeinte. Oft weitgehend synonym mit 'Sinn' oder 'Inhalt' verwendet. - In der Semiotik und Linguistik fungiert 'Zeicheninhalt' gelegentlich als Oberbegriff, der den bezeichneten Gegenstand (Referent) und die Bedeutung (Signifikat), das heißt...

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Begriff
(Assoziiert mit 'begreifen' im Sinn von 'sich eine Vorstellung von etwas machen') ein kognitives Konzept, mit dem Gegenstände oder Sachverhalte, abstrahierend von ihren varrierenden Erscheinungsformen, aufgrund bestimmter gleichartiger Merkmale von anders gearteten Gruppen von Gegenständen oder Sachverhalten unterschieden und klassifiziert werden. Oft meint 'Begriff' auch die Bezeichnung (in der Wissenschaft den definierten 'Terminus'), die das kognitive Konzept benennt. (red)...

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Buch
Aus frühgerm. bok = Buchenstab, auf den ein germanisches Schriftzeichen (Rune) eingeritzt wurde, oder dieses Schriftzeichen (Buchstabe) selbst; ahd. buoh, mhd. buoch (verwandt mit Buche) = eine (mit Wachs überzogene) Holztafel, in die Buchstaben eingeritzt wurden. - Heute Bezeichnung für das über zwei Jahrtausende hinweg wichtigstes Medium zur...

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Codex
auch: Kodex Buch...

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Darstellung/Appell/Ausdruck
Begriffstrias aus dem "Organon-Modell" in Karl Bühlers Buch "Sprachtheorie" von 1934, das Sprache als Werkzeug konzipiert und sprachliche Äußerungen in ihren kommunikativen Funktionen analysiert. Die drei Grundfunktionen eines spachlichen Zeichens sind nach Bühler: die Darstellung (bzw. Symbolisierung) von Gegenständen und Sachverhalten, der Appell an den Empfänger (bzw. Rezpienten) und der Ausdruck (einer Meinung oder eines Gefühls) des Senders (bzw. Sprechers oder Autors)....

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Denotat/Konnotat
'Denotat' meint die normale, wörtliche Grundbedeutung eines Zeichens, die im Fall eines sprachlichen Zeichens in Lexika beschrieben wird. Im Gegensatz dazu meint 'Konnotat' (wörtlich das Mit-Bezeichnete) eine eher assoziativen Nebenbedeutung eines Zeichens. Diese kann allerdings in bestimmten Text- und Äußerungszusammenhängen die durchaus dominante sein. Und die konnotative Bedeutung eines Zeichens ist keine bloß von einem individuellen Subjekt vorgenommene Bedeutungszuschreibung, sondern ist mehr oder weniger stark konventionalisiert. Beispiele:...

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Diskurs
Aus lat. discursus = Auseinanderlaufen, Umherlaufen, Hin- und Herlaufen; auf sprachliche Äußerungen übertragen: Unterredung, Vortrag oder Abhandlung; in der Literaturwissenschaft wird der Terminus vor allem im Zusammenhang mit dem Konzept der Diskursanalyse Michel Foucaults und dabei im Sinne einer...

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