Suche  

Online-Lexikon Literaturwissenschaft

Begriffe - Autoren - Werke


Das Lexikon zur Literaturwissenschaft ist auf der Basis einer an der Universität München und an der Universität Marburg vorgenommen Aufstellung literaturwissenschaftlicher Grundbegriffe entstanden, wird fortlaufend erweitert und mit Einträgen zu Autoren und Werken ergänzt. Zum Stellenwert der Begriffe im Gesamtzusammenhang der Literaturwissenschaft gibt das dreibändige Handbuch Literaturwissenschaft (in diesem Lexikon bei Verweisen darauf mit "Handbuch Literaturwissenschaft" + Bandangabe abgekürzt) umfassende Auskunft.
Das Lexikon ist in einigen Bestandteilen nur Online-Abonnenten von literaturkritik.de zugänglich. Die Kommentierung der Beiträge ist allen Benutzern möglich. Die Mitarbeit ausgewiesener Kennerinnen und Kenner an der Verbesserung bestehender und der Erstellung neuer Lexikonbeiträge oder der redaktionellen Betreuung ganzer Themenbereiche ist willkommen.
Oliver Pfohlmanns Lexikon zur Literaturkritik wird von dem Autor alleine erstellt. Kommentare zu den Einträgen sind jedoch möglich und willkommen.

Lexikon Literaturwissenschaft : Literaturtheorie

Unterkategorie
 
ALL | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
1-2    nächste Seite
Dekonstruktion
Dem Poststrukturalismus zugerechnetes Modell der Textanalyse, das vor allem von Jacques Derrida und Paul de Man entwickelt wurde. Grundannahme des Konzeptes ist es, dass ein Text keine kohärente Bedeutungsstruktur hat, wie sie der Strukturalismus zu rekonstruieren versucht(e), sondern ein in sich widersprüchliches und heterogenes Gebilde ist, dass sich allen festen Sinnzuweisungen immer wieder entzieht....

0 kommentare | weiterlesen
 
Diskursanalyse
Dem Poststrukturalismus zugerechnetes Modell der Analyse von historischen und sozialen Aussage und Denkformen, das vor allem mit den Arbeiten von Michel Foucault verknüpft wird. Zentrale Annahme dieses Konzeptes ist die Auffassung, daß nicht einzelne Subjekte, sondern Institutionen und ihre Regeln Aussage- und Denkformen der Menschen bestimmen. Diese regelhaften Aussage- und Denkformen nennt Foucault Diskurse. Analysiert werden nicht die in ihnen formulierten Sinngehalte, sondern die Funktionsweisen solcher Diskurse,...

0 kommentare | weiterlesen
 
Empirische Literaturwissenschaft
Konzept literaturwissenschaftlicher Forschung, das an Methoden und Theorie natur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen orientiert ist. Untersuchungsobjekt sind vorrangig Personen und Institutionen, die mit literarischen Texten umgehen, nicht diese Texte selbst. Eines der wichtigst Forschungsgebiete der empirischen Literaturwissenschaft sind...

0 kommentare | weiterlesen
 
Feministische Literaturwissenschaft/Gender Studies
Modell der Textanalyse, das die Bedeutung und Funktion der Geschlechterrollen für die Literatur untersucht. Grundlegend ist dabei die Unterscheidung von biologischem Geschlecht (sex) und gesellschaftlich etablierter Geschlechterrolle (gender). Ausgehend von der Beobachtung, dass Frauen...

0 kommentare | weiterlesen
 
Hermeneutik
Kunst bzw. Technik des Verstehens und die theoretische Reflexion über die Bedingungen von Verstehensprozessen.
Der Begriff wird meist verwendet als Sammelbezeichnung für Theorien und Methoden des Umgangs mit Texten, die von der Grundannahme ausgehen, dass Texte partiell unverständlich sind, aber sinnhafte Strukturen haben, die im Prozess des Verstehens herausgearbeitet werden können. Traditionell wurde damit auch die Annahme verbunden,...

0 kommentare | weiterlesen
 
Ideologiekritik
Maßgeblich von der Aufklärung, von Karl Marx und von der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule (u.a. Herbert Marcuse, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Jürgen Habermas) insipirierte und gegenwärtig vor allem von der feministischen Literaturwissenschaft, vom Dekonstruktivismus und von der Diskursanalyse fortgeführte Ansätze zur Bewertung kultureller Konstruktionen von Wirklichkeit. Oberster Maßstab der Kritik ist die Emanzipation möglichst vieler Menschen von unnötigen Natur und vor allem Gesellschaftszwängen. Daraus ist eine Reihe weiterer Wertmaßstäbe abgeleitet, meist in Form...

0 kommentare | weiterlesen
 
Literaturpsychologie
Anwendung psychologischer Theorien, Fragestellungen und Methoden zur Analyse von Autoren, literarischen Texten und Lesern....

0 kommentare | weiterlesen
 
Positivismus
1. Heute eher abwertende Bezeichnung für Konzepte in der Literaturwissenschaft, die sich als voraussetzungslos verstehen oder sich an "positiven", d.h. den Naturwissenschaften nachgebildetes Verständnis von Fakten als Gegenstand der Literaturwissenschaft orientieren. Unter solchen Fakten wird aber vor allem die Sammlung von Material, die Sicherung von Textzeugnissen und die Anhäufung von Detailwissen verstanden. 2. Bezeichnung für einen Abschnitt in der Geschichte der Literaturwissenschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Hauptvertreter sind Karl Lachmann, Bernhard Suphan, Wilhelm Scherer, Erich Schmidt)....

0 kommentare | weiterlesen
 
Poststrukturalismus
Auch Neostrukturalismus, Sammelbezeichnung für Theorieansätze (vor allem Diskursanalyse und Dekonstruktion) seit den 1970er Jahren, die in distanzierter Fortentwicklung des Strukturalismus und zum Teil gegen die Hermeneutik konzipiert wurden. Gemeinsam ist ihnen...

0 kommentare | weiterlesen
 
Rezeptionstheorie
Modell der Textanalyse, wie es vor allem von Hans Robert Jauß und Wolfgang Iser entwickelt wurde, das Texte von ihrer Rezeptionsgeschichte her versteht. Ausgangspunkt ist die Annahme, daß die Bedeutung eines Textes nicht fest ist oder mit der Autorintention zu identifizieren sei, sondern erst im Vorgang der Rezeption zustande kommt und daher sozial und historisch variabel ist. Schwerpunkt der literaturwissenschaft Arbeit ist daher die Untersuchung der bedeutungsschaffende Rezeptionsvorgänge und ihrer Geschichte....

0 kommentare | weiterlesen
 
1-2    nächste Seite