Buch-Suche
Online-Abo Newsletter RSS HauptportalBuchhandlungVerlagHilfe  
Erweiterte Suche Suche starten ?
Startseite
Inhalt 07-2010
Archiv
Abo-Service
Druckfassung
Leserbriefe
Kulturjournal
Mitarbeit/AGB
Impressum
Anmelden
Partner
Germanisten-
verzeichnis

des DAAD und DGV
 
Online-Abonnement
Infos und Bestellung
Abonnentenliste
Suche & Download
von ca. 10 000 Rezensionen
Kulturjournal
 
Portale
Hauptportal
Verlag
Hier erscheinen die gedruckten Ausgaben von literaturkritik.de, Bücher und Online-Publikationen.
Buchhandlung
Tipps, Informationen und Angebote.
Forschung & Lehre
Literaturkritik in Deutschland
Online-Lexika
zur Literaturkritik und Literaturwissenschaft
 
Neues

Neues seit 7 Tagen

Neues von uns bei:
Twitter
Facebook

Eingegangene Bücher
Kritiker-Bestenliste
Tipps der Redaktion
Veranstaltungen
Links
Newsletter bestellen
Das Kanon-Spiel

Themen

2008

Das Jahr 1968
Raum
Bilder und Metaphern
Religion
Israel
Postkolonialismus
Kafka
1968 - neue Folge
Thomas Pynchon
Erster Weltkrieg / Revolution

2009

Moderne

Charles Darwin
Robert Minder
Jürgen Habermas
Sexualität
Karl May
Die Wende 1989
Sigmund Freuds 70. Todestag
Karl May
Friedrich Schiller
Interkulturalität

2010

Gefühle I
Gefühle II
Thomas Mann und die Emotionen
Spannung
Literaturkritik - Reich-Ranicki zum 90.

Aktueller Anlass
Helene Hegemann und die Literaturkritik


Für Online-Abonnenten

Online-Bibliothek kanonischer Texte

Rezensionen finden im Internet

Online-Lexikon Literaturwissenschaft

Oliver Pfohlmanns Kleines Lexikon der Literaturkritik


Infos

Unsere Rezensenten

Recherchier- und Redigierdienst

Werbung

Wir über uns

Pressestimmen über uns

 
 literaturkritik.de » Nr. 7 / 8, Juli 2000 (2. Jahrgang) » Sachbuch » Medien
 
 ZURÜCKBLÄTTERN   VORBLÄTTERN 

Intelligenzbestien, die keiner leiden mag

Max de Bruijns Einweisung ins Dasein der Nerds

Von Timo KozlowskiRSS-Newsfeed neuer Artikel von Timo Kozlowski

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Der Verein Deutsche Sprache (ehemals Verein zur Wahrung der deutschen Sprache) kann ein weiteres Wort auf den Fremdwörterindex setzen: Nerd. Unglaublicherweise ist die deutsche Sprachgemeinschaft gerade dabei, auch diesen Anglizismus zu importieren. Da der holländische Radiomoderator und Autor Max de Bruijn das Wort in seinem Nerd-Portrait "Wie werde ich Bill Gates?" häufig verwendet, dürften die Vereinsmitglieder bei dessen Lektüre am Schäumen sein. Doch werden sie danach genug wissen, um die entsprechenden deutschen Bezeichnungen für den gemeinen Nerd zu finden.

Nerds kannte man schon, bevor man überhaupt wusste, dass sie Nerds sind. In der Schule begegnete man ihnen in Form der Mathe- oder anders gearteten Genies, die im Sportunterricht generell als letztes in die Fußballmannschaften gewählt wurden, sich ständig linkisch verhielten und auf keine Party eingeladen wurden. Kurz gesagt: Nerds waren und sind die besserwisserischen Intelligenzbestien, die keiner leiden mochte.

Allerdings, so klagt Max de Bruijn, sei der Blick heutzutage eingeengt auf eine bestimmte Art von Nerds - die Computer-Nerds, auch Geeks genannt. Dabei gäbe es doch eine große Bandbreite von Nerds, die de Bruijn in Einzelportraits exemplarisch vorstellt. Matthias Rust, der die sowjetische Luftüberwachung weltweit vorführte, als er 1987 als 19-jähriger mit einem Sportflugzeug ungehindert in Moskau vor dem Kreml landen konnte zählt dazu. Auch Michael Jackson wird vom Autor zu den Nerds gezählt, weil er zwar ein musikalisches Genie ist, daneben aber durch seine Spleens und seine Unfähigkeit zur Kommunikation auffält.

Diesen Menschenschlag präsentiert Max de Bruijn sehr liebevoll. Er zeigt seine Stärken, vor allem aber seine Schwächenund spießt sie satirisch auf, ohne die Nerds vorzuführen oder pathetisch um Verständnis für sie zu werben. Dadurch gelingt dem Autor ein überzeugendes Portrait. Abgerundet wird de Bruijns Buch durch den Auszug aus einer Max Goldt-Kolumne, Nerd-Rezepten und einem Test, in dem der Leser prüfen kann, ob auch er ein Nerd ist.

Titelbild

Max de Bruijn: Wie werde ich Bill Gates?. Aufzucht und Lebensweise des gemeinen Nerd.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 2000.
124 Seiten, 8,60 EUR.
ISBN-10: 3596144841

Weitere Informationen zum Buch

Bestellen bei buecher.de





LESERBRIEF SCHREIBEN
DIESEN BEITRAG WEITEREMPFEHLEN
DRUCKVERSION
NEWSLETTER BESTELLEN

 ZURÜCKBLÄTTERN   VORBLÄTTERN 
 literaturkritik.de » Nr. 7 / 8, Juli 2000 (2. Jahrgang) » Sachbuch » Medien
 

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=1350

Anzeige

Letzte Änderung: 20.11.2003 - 19:10:26
Erschienen am:01.07.2000
Lesungen: 4488
© beim Autor und bei literaturkritik.de

 

 Seitenanfang 
+++ literaturkritik.de +++ Rezensionsforum für Literatur und Kulturwissenschaften +++
+++ Startseite | Inhalt 07-2010 | Archiv | Buch-Suche | Abo-Service | Druckfassung | Leserbriefe | RSS-Newsfeeds | Kulturjournal | Ankündigungen | Links | Mitarbeit/AGB | Werbung | Impressum +++